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Keith Jaklitsch
phone: +43 676 309 51 61
email: soho.catering.vienna [at] aon.at

SOHO Catering

Seit einem Jahrzehnt in aller Munde

Zehn Jahre ist es her, als Reni Neubauer gerade auf einen Sprung in New York war und einen Anruf ihres Partners Keith Jaklitsch aus Wien erhielt: Ein Lokal in der Österreichischen Nationalbibliothek war frei geworden. „Das war ein ziemliches Loch. Dort waren vielleicht täglich zehn B´soffene die Gäste. Ich wollte das Lokal, vor allem weil dort ein 8-flammiger Gasherd mit vier Backrohren stand, ein echtes k. & k.-Monster.“ Auf der Suche nach einem Namen wurde man schnell fündig und einig, denn Reni Neubauer war ja gerade im multi-kulturellen Soho. „Fusion ist für mich ganz normal. Ich bin in Indonesien aufgewachsen, und erst nach vielen Stationen nach Wien zurückgekommen. Indonesisch, türkisch, arabisch, das habe ich alles in den jeweiligen Ländern kennen gelernt. Wenn ich koche, dann meist für private Gruppen und für unser zweites Standbein, das Catering.“ Im Lokal kocht auch mittags Kompagnon Keith Jaklitsch, der in Restaurants wie dem ehemaligen Szell, bei Wrenkh und im Palmenhaus einige Meriten erkochen konnte, eine solide, moderne und äußerst günstige Küche, die täglich Anstürmen gewachsen sein muss. Zwei Menüs werden um wohlfeile 4,50 Euro angeboten: bei unserem Besuch Gnocchi al Pomodoro e Basilico und Zanderfilet mit Petersil-Erdäpfel. Dazu Salat und ein Stück Kuchen? Für einen Fisch ähnlicher Qualität haben wir anderswo oft schon viel mehr bezahlt. Am Mittwoch ist auch hier das Schnitzel sakrosankt, und eingekauft wird am liebsten bei kleinen Lieferanten wie dem Weinviertler Fleischer Ferschl oder seiner Tochter auf dem Brunnenmarkt, die „die besten Erdäpfel hat”. So ist es kein Wunder, dass dieses reduzierte, aber dabei doch gemütliche Ambiente in einem hohen Raum viele Fans hat, auch Gastronomen aus der Umgebung. Eigenartigerweise, vielleicht auch wegen der laufenden Umbauarbeiten an diesem „alten Kasten“ und des dadurch leicht mühsamen Zugangs aus der Bibliothek, bilden nicht die Mitarbeiter derselben das Gros der Gäste. „Zur Eröffnung haben wir 300 Mitarbeiter des Hauses eingeladen, aber weil hier früher eben keine gastliche Stube war, haben sich in den vergangenen Jahren die Leute mit Teeküchen eingerichtet. Dennoch kommen einige regelmäßig, auch mit der Direktorin, Dr. Johanna Rachinger, haben wir ein gutes Verhältnis.“ Aber über mangelnden Zuspruch kann kein Geschäftsbereich klagen, weder die Kantine noch das Catering. Telekom Austria, Microsoft, Forschungszentrum Seibersdorf oder der ÖAMTC gehören zu den guten Kunden. Die „Indonesische Reistafel“, mit Mie Goreng, Gado-Gado und einem Hühner-Kokos-Curry (Karri Ayam) sowie Rendang, Peten Goreng und Tempe Goreng war auch für die Familie Eselböck geburtstagswürdig. Conclusio Na dann … Weil es nach dem System des Genießer Atlas nicht nur die Küche, sondern auch die anderen Aspekte der Gastronomie zu berücksichtigen gilt, kann kein Stern verliehen werden, aber der Stern des Soho strahlt auch so …

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